84 Prozent aller Regel- und Gemeinschaftsschulen entsprechen geplantem Schulgesetz nicht Tischner: Schulgesetzänderung ist keine Antwort auf den Lehrermangel
Ari Bildung 03

Erfurt - 84 Prozent aller Regel- und Gemeinschaftsschulen in Thüringen entsprechen nicht den Vorgaben des neuen Schulgesetzes von Rot-Rot-Grün. Das ist das Ergebnis einer Kleinen Anfrage des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, an die Landesregierung. „Wir haben mehrfach davor gewarnt, dass das neue Schulgesetz viele kleine Schulen auf dem Land bedroht. Die Zahlen des Ministeriums übertreffen unsere Befürchtungen jedoch bei weitem“, erklärte Tischner. „Hunderte Schulen in Standortdebatten zu drängen, bringt keinen einzigen neuen Lehrer nach Thüringen. Rot-Rot-Grün versucht, das gesamte Schulsystem auf Links zu drehen“, so der CDU-Bildungspolitiker weiter.

Konkret hat Tischners Kleine Anfrage zu den aktuellen Schul- und Klassengrößen ergeben, dass im laufenden Schuljahr nur 30 von 182 Regelschulen und 13 von 81 Gymnasien den geplanten, strengeren gesetzlichen Größenvorgaben des Thüringer Bildungsministeriums entsprechen würden. Bei den Thüringer Gemeinschaftsschulen fallen sogar 43 von 49 (88 Prozent) durch das neue gesetzliche Raster. Selbst im Grundschulbereich sind 101 von 404 Einrichtungen (25 Prozent) betroffen. Tischners Fazit: „Holters Schulgesetzänderung ist keine Antwort auf den Lehrermangel und wird das Thüringer Schulsystem massiv schwächen.“

Felix Voigt

Stellv. Pressesprecher