Landtagsabgeordnete zu Bürgergespräch in Lossen - Bürger wollen sauberes Trinkwasser
Frau Beer Simone

Zu Beginn des neuen Jahres erreichte die Landtagsabgeordnete Simone Schulze ein Brief von Frau Beer aus Lossen. Grund des Schreibens war die Berichterstattung in den Zeitungen zur Trinkwassersituation in Hartha. Auch in Lossen, dem größten Brunnendorf im Altenburger Land, gibt es Probleme bei der Versorgung mit Trinkwasser. Daher wollte sich Simone Schulze selbst ein Bild vor Ort machen. Der Vorsitzende des ZAL Marcel Greunke, Werkleiter Lars Merten, Bürgermeister Frank Eichhorn und Herr Braniek von der CDU-Fraktion aus Erfurt nahmen an dem Gespräch teil. Frau Beer hatte auch einige ihrer Nachbarn eingeladen. Die Wasserqualität in Lossen ist sehr schlecht und ausreichend Wasser ist auch nicht in den Brunnen vorhanden. Spätestens nach der Kleinen Anfrage der Abgeordneten an die Landesregierung im September 2018 ist man auch in Erfurt auf die Situation der Brunnendörfer im Altenburger Land aufmerksam geworden. Frau Schulze war mit der Beantwortung nicht zufrieden, so dass im Januar eine Nachfrage dazu gestellt wurde. Die Stellungnahme der Landesregierung dazu steht bisher noch aus. Simone Schulze machte darauf aufmerksam, dass aber auch ein Umdenken bei den Bürgern erfolgen muss. Es besteht zwar Anschlusszwang aber kein Abnahmezwang. Wird nicht genug Wasser abgenommen zahlen alle Bürger, mit noch höheren Wasserpreisen, die Rechnung. Die finanziellen Mittel des ZAL sind begrenzt. Derzeit ist es nur möglich, so Merten, ein Brunnendorf pro Jahr an die zentrale Wasserversorgung anzuschließen. Wann es in Lossen soweit ist kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Marcel Greunke hofft auf die Landesregierung und auf die Bereitstellung von Fördermitteln, um die Versorgung im ländlichen Raum weiter verbessern zu können. Simone Schulze sicherte den Bürgern in Lossen weiterhin ihre Unterstützung zu. Sie sucht das persönliche Gespräch mit der Ministerin Anja Siegesmund um so das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz mit in die Problematik einzubinden.

Ein Anwohner brachte die Situation in Lossen auf den Punkt: "In der Schule wird für sauberes Wasser in Kenia gesammelt, wir haben keins!".